Eisenstadt, 12. 10. 2026
Die Junge ÖVP Burgenland bekräftigt ihre klare Ablehnung der Paketsteuer. Bereits im Mai hatte die JVP davor gewarnt, dass die zusätzlichen Kosten letztlich bei den österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten landen werden. Die Weitergabe der Abgabe durch Onlinehändler wie Amazon zeigt aus Sicht der Jungen ÖVP Burgenland, dass die Bedenken berechtigt waren.
„Wir haben bereits im Mai ausdrücklich davor gewarnt, dass eine Paketsteuer am Ende nicht die großen internationalen Onlineplattformen trifft, sondern die Menschen, die dort einkaufen. Genau das sehen wir jetzt: Die zusätzlichen Kosten werden an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben. Bei Amazon werden 2,40 Euro pro Bestellung zusätzlich verrechnet. Wer beispielsweise ein Produkt um zehn Euro bestellt, zahlt allein durch die Paketsteuer fast ein Viertel mehr. Das zeigt deutlich, wie stark diese Abgabe gerade bei kleineren Einkäufen ins Gewicht fällt“, kritisiert JVP Burgenland-Landesobmann Daniel Heintz.
Besonders junge Menschen seien von zusätzlichen Kosten beim Onlinehandel betroffen. Viele Produkte seien regional nicht verfügbar oder würden online deutlich günstiger angeboten. Gerade Studierende, Lehrlinge und junge Familien seien deshalb auf preiswerte Einkaufsmöglichkeiten angewiesen. „Wer ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen muss, braucht keine zusätzlichen Steuern und Abgaben. Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ist es der falsche Ansatz, den Menschen das Einkaufen noch teurer zu machen. Anstatt die Bevölkerung zu entlasten, wird ihr erneut in die Geldbörse gegriffen“, so Heintz weiter.
Die Junge ÖVP Burgenland betont, dass faire Wettbewerbsbedingungen für heimische Unternehmen wichtig seien. Internationale Billigplattformen müssten sich an dieselben Regeln halten wie österreichische Betriebe. Eine zusätzliche Belastung der Konsumentinnen und Konsumenten sei dafür jedoch nicht der richtige Weg.
„Wir stehen ganz klar hinter unseren heimischen Betrieben und wollen faire Wettbewerbsbedingungen. Aber unfairen Wettbewerb bekämpft man nicht, indem man die Rechnung einfach an die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten weiterreicht. Es braucht gezielte Maßnahmen gegen Wettbewerbsverzerrungen und keine neuen Belastungen für die Bevölkerung“, betont Heintz.
Die Junge ÖVP Burgenland hält daher an ihrem klaren Nein zur Paketsteuer fest und fordert eine neuerliche Überprüfung der Maßnahme. „Unsere Warnungen wurden nicht ernst genommen. Jetzt zeigt sich, wer die Rechnung bezahlt. Wir bleiben dabei: Fairer Wettbewerb ja, zusätzliche Belastungen für unsere Konsumentinnen und Konsumenten nein“, so Heintz abschließend.


